Quellensammlung  VIA REGIA - Sachsen

Einführung    Sachsen - Gesamt    Sachsen - Teilstrecken    Kontakt   

16  Oschatz - Großenhain     Grundwissen    Karten    Literatur    Archivalien   Sonstiges

 

16  -  Grundwissen

 

   vorläufiger Arbeitszustand  -  wird demnächst erweitert   

 

Im Umland der Elbe zwischen Strehla, Oschatz und Großenhain gibt es zwei Haupt-Routen der VIA REGIA, die sich in ihrer Bedeutung abgelöst haben. Die Strecken waren gebunden an eine sichere Furt durch die Elbe, die in Strehla und Merschwitz gegeben waren. Die von der Bedeutung her ältere Route führte von Wurzen her kommend über Strehla. Beide Routen waren lange nebeneinander in Gebrauch.

Bei der Festlegung der Geleitstraße wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts vom böhmischen König Georg Podibrad und dem sächsischen Kurfürsten Friedrich II. die Streckenführung über Merschwitz und Oschatz angeordnet. Die Straße über Strehla war nun für den Fernverkehr nicht mehr zulässig, wurde aber von den Fuhrleuten nach Möglichkeit weiterhin genutzt.

DieVerbindung für den Regionalverkehr zwischen Oschatz und Großenhain führte über Ganzig, Weida, Riesa, Göhlis, eine Fähre bei Moritz, Nünchritz und Skassa. Sie war als Nebenstrecke für den Fernverkehr nur in Sonderfällen zugelassen.

Der Verlauf der VIA REGIA zwischen Oschatz und Großenhain hat sich geographisch seit dem 15. Jahrhundert nur unbedeutend verändert, ist also in das heutige Straßen- und Wegenetz eingegangen. Von Oschatz über Lonnewitz bis zum nördlichen Ortseingang von Seerhausen entspricht sie dem Verlauf der heutigen B 6. In Seerhausen überquert die VIA REGIA die Jahnaaue um am südlichen Ortseingang um 90° nach Osten abzubiegen und möglichst gradlinig über Jahnishausen, Böhlen, Heyda und Boritz der Elbe zuzustreben. In Gostewitz biegt sie noch einmal scharf ab, um dort die Keppritz zu überqueren.